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Quelle: http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=1422544/17959ft/index.html

Freiburg: 27 Festnahmen nach Zoff um Zeltplatz

Nach erneuten Auseinandersetzungen um die Räumung eines illegalen Zeltplatzes hat die Polizei in Freiburg gestern Nachmittag 27 Menschen in Gewahrsam genommen. Zuvor hatten sich rund 300 Menschen aus der alternativen Szene dort versammelt und eine Straßenbahn blockiert. Polizisten räumen Zeltlager in Freiburg. (Quelle: dpa)

Polizisten räumten das Gewerbegebiet Haid.

Gegen einige lag bereits ein Platzverweis vor. Zahlreiche Demonstranten widersetzten sich der anschließenden Auflösung der Versammlung durch Sitzblockaden und Tritte gegen Polizeibeamte. Bereits am Freitag hatte es eine Auseinandersetzung zwischen der Polizei und rund 100 Mitgliedern der linken Szene gegeben. Dabei war ein Beamter schwer verletzt worden. Ein zweiter Beamter hatte leichtere Blessuren erlitten, teilte die Polizei weiter mit. Die Situation war bei einem Szene-Treffen nach der Festnahme eines mutmaßlichen Graffiti-Sprayers eskaliert. Zahlreiche junge Leute hätten zunächst einen Streifenwagen mit einer Sitzblockade gestoppt, hieß es weiter. Einer der beiden Beamten sei dann von einer Flasche am Kopf getroffen worden. Bis auf den mutmaßlichen Sprayer habe es keine weiteren Festnahmen gegeben, hieß es. Bei den Krawallen wurden zwei Autos der Polizei beschädigt.

Ein Leben "jenseits vom Kommerz"

Die Bewohner des geräumten Zeltplatzes nahmen an einer Veranstaltung in Freiburg teil. Laut Veranstalter sollten dort bis heute Erfahrungen ausgetauscht werden, "um ein Leben jenseits von Kommerz und Kapitalismus auszuprobieren und zu leben". Die Bewohner des geräumten Zeltplatzes hatten in der Nähe einer legalen Wagenburg gecampt, die in den vergangenen Monaten immer wieder für Schlagzeilen gesorgt hatte, teilte die Polizei weiter mit. Zuletzt war den so genannten Schattenparkern für einen begrenzten Zeitraum ein privates Gelände zur Verfügung gestellt worden. Quelle:

 

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